EIN RATGEBER.
DIE HAUPTUNTERSUCHUNG EINFACH ERKLÄRT.
Die Hauptuntersuchung (HU) ist eine gesetzlich vorgeschriebene Prüfung, die sicherstellt, dass Ihr Fahrzeug den Anforderungen für einen sicheren Straßenverkehr entspricht. Dennoch herrscht bei vielen FahrzeughalterInnen Unsicherheit darüber, was bei der Untersuchung genau geprüft wird und wie man sich am besten darauf vorbereitet. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Fahrzeugkomponenten im Rahmen der HU kontrolliert werden und worauf PrüferInnen besonders achten. Zudem geben wir Ihnen praktische Tipps an die Hand, mit denen Sie Ihr Auto optimal vorbereiten und die nächste Hauptuntersuchung problemlos bestehen können.
Das Wichtigste zur Hauptuntersuchung
Die Hauptuntersuchung, kurz HU, ist die gesetzlich vorgeschriebene Verkehrssicherheitsprüfung für Ihr Fahrzeug in Deutschland. Unabhängige Prüforganisationen wie TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS führen sie durch und orientieren sich dabei an der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Die Prüferin bzw. der Prüfer kontrolliert drei zentrale Bereiche: die Verkehrssicherheit Ihres Autos, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Umweltverträglichkeit. Konkret prüft er, ob Bremsen funktionieren, Beleuchtung in Ordnung ist, Reifen ausreichend Profil haben und Ihr Fahrzeug keine gefährlichen Mängel aufweist. Die zerlegungsfreie Untersuchung dauert etwa 30 Minuten. Nach bestandener Prüfung erhalten Sie eine Plakette für Ihr Kennzeichen, die zeigt, wann die nächste HU fällig ist. Jedes fünfte Auto fällt bei der HU durch – eine gute Vorbereitung zahlt sich also aus.
Abgasuntersuchung ist Teil der HU
Seit 2010 ist die Abgasuntersuchung (AU) fest in die Hauptuntersuchung integriert und prüft, ob Ihr Fahrzeug die Emissionsgrenzwerte einhält. Es gibt keine separate AU-Plakette mehr, aber Sie erhalten eine AU-Bescheinigung als Teil des HU-Berichts. Für Elektrofahrzeuge entfällt die AU vollständig, da sie keine Abgase produzieren – die HU bleibt aber Pflicht. Die Kosten für Pkw bis 3,5 Tonnen liegen bei etwa 150 Euro für HU und AU zusammen (regionale Unterschiede sind möglich).
Zeitliche Intervalle für Ihr Fahrzeug
Für Pkw und Motorräder gilt ein klares Schema: Die erste HU erfolgt nach 36 Monaten ab Erstzulassung, danach alle 24 Monate. Ein Neuwagen muss also drei Jahre nach Kauf zur ersten Untersuchung, danach alle zwei Jahre. Wohnmobile bis 3,5 Tonnen folgen dem gleichen Rhythmus.
Nutzfahrzeuge und schwerere Fahrzeuge haben kürzere Abstände – ab 7,5 Tonnen ist eine jährliche HU erforderlich. Anhänger werden ebenfalls geprüft: Ungebremste Anhänger bis 750 Kilogramm müssen nach 36 Monaten zur ersten HU, gebremste Anhänger ab 750 Kilogramm alle 24 Monate.
Das Fälligkeitsdatum finden Sie auf der Plakette am hinteren Kennzeichen und in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Überschreiten Sie die Frist um mehr als zwei Monate, droht ein Verwarnungsgeld von 15 Euro. Ab vier Monaten Überschreitung sind es 25 Euro, ab neun Monaten 60 Euro plus ein Punkt in Flensburg. Eine Überziehung führt zudem zu Zusatzkosten von etwa 20 Prozent bei der nächsten HU – ein weiterer Grund, den Termin nicht zu verschieben. Damit Sie wissen, was genau kontrolliert werden, schauen wir uns jetzt die einzelnen Bereiche der Untersuchung an.
Das wird bei der Hauptuntersuchung konkret geprüft
Bremsen und Fahrwerk im Fokus
Die PrüferInnen bei TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS nehmen das Bremssystem Ihres Fahrzeugs unter die Lupe – die Prüferin oder der Prüfer kontrolliert, ob beide Bremskreise gleichmäßig wirken und die Bremsflüssigkeit in Ordnung ist. Rost oder ungleichmäßige Bremswirkung führen schnell zu erheblichen Mängeln.
Das Fahrwerk muss ebenfalls intakt sein; Verschleiß an Stoßdämpfern, Federn oder Lenkern wird sofort erkannt. Die Lenkung muss präzise ansprechen ohne Spiel oder Geräusche, und die Aufhängung darf keinen Verschleiß zeigen.
Beleuchtung und elektrische Systeme
Die Beleuchtung ist ein häufiger Ausfallgrund – alle Lichter müssen funktionieren, von Abblend- und Fernlicht über Blinker bis zu Bremslichtern und Kennzeichenbeleuchtung. Kontrollleuchten dürfen nicht dauerhaft leuchten, da dies auf Fehler hinweist. Zusätzlich prüft die sachverständige Person die Sicherheitsgurte, Spiegel und Scheiben auf ihre Funktionstüchtigkeit.
Reifen und Abgasanlage
Reifen müssen mindestens 1,6 Millimeter Reifenprofiltiefe haben – der ADAC empfiehlt aber 3 Millimeter für Sommerreifen und 4 Millimeter für Winterreifen, um sicher unterwegs zu sein. Die Abgasanlage wird auf Dichtheit geprüft, um sicherzustellen, dass Ihr Fahrzeug Umweltstandards erfüllt.
Pflichtausrüstung und Unterlagen
Die Pflichtausrüstung muss vollständig sein: Verbandkasten mit aktuellem Verfallsdatum, Warndreieck und Warnweste (seit 2014 Pflicht). Vergessen Sie auch nicht, die Zulassungsbescheinigung Teil I mitzubringen. Mit dieser Vorbereitung bestehen Sie die Prüfung problemlos – und sparen sich Nachuntersuchungen, die etwa 14 bis 30 Euro kosten. Doch was passiert, wenn tatsächlich Mängel festgestellt werden? Im nächsten Kapitel erfahren Sie, wie Sie häufige Probleme erkennen und beheben.
So bereiten Sie Ihr Auto optimal vor
Eine gründliche Eigenkontrolle zwei Wochen vor dem Termin spart Ihnen Zeit, Geld und Stress. Der Grund ist simpel: Wenn Sie häufige Mängel vorher beheben, bestehen Sie die HU problemlos beim ersten Mal. Beginnen Sie mit der Beleuchtung: Schalten Sie alle Scheinwerfer, Blinker sowie Brems- und Rückleuchten ein und kontrollieren Sie von außen, ob alles ordnungsgemäß funktioniert. Defekte Lampen gehören zu den häufigsten Mängeln und können bei der Untersuchung unnötig Zeit kosten.
Reifen und Flüssigkeiten prüfen
Prüfen Sie danach die Reifenprofiltiefe mit einer Schieblehre oder dem Penny-Test – mindestens 1,6 Millimeter sind wie bereits erwähnt Pflicht, aber 3 Millimeter für Sommerreifen und 4 Millimeter für Winterreifen sorgen für echte Sicherheit. Kontrollieren Sie auch den Reifendruck nach den Herstellerangaben Ihres Fahrzeugs, da falscher Druck schnell zu Problemen führt. Öl- und Kühlmittelstand sollten Sie ebenfalls überprüfen – niedrige Stände sind ein klassischer Mangel, den die Prüferin oder der Prüfer sofort sieht.
Bremsen und Fahrwerk kontrollieren
Hören Sie sich Ihre Bremsen genau an: Merkwürdige Geräusche oder Vibrationen beim Bremsen deuten auf Verschleiß hin, den Sie vor dem Termin beheben sollten. Häufige Mängel entstehen durch Verschleiß an Bremsbelägen und -scheiben, weshalb ungleichmäßige Bremswirkung oder Rost sofort zu erheblichen Mängeln führt – lassen Sie die Bremsen lieber vorher von einer Werkstatt prüfen. Auch Verschleiß an Stoßdämpfern, Federn oder Lenkern wird schnell erkannt, wenn das Fahrwerk unruhig läuft oder komische Geräusche von sich gibt. Die Lenkung muss präzise ansprechen ohne Spiel – wenn Sie beim Fahren ein Ruckeln oder Geräusche bemerken, ist eine Inspektion vor der HU sinnvoll.
Sicherheit und Ausstattung
Sicherheitsgurte müssen einrasten, ohne zu klemmen, und Spiegel sowie Frontscheibe dürfen keine groben Kratzer oder Risse haben – besonders nicht über dem Lenkrad, wo sie die Sicht beeinträchtigen. Kontrollleuchten, die dauerhaft leuchten, deuten auf Fehler hin, die Sie mit einer Diagnose klären sollten. Die Pflichtausrüstung ist ebenfalls entscheidend: Ihr Verbandkasten muss ein gültiges Verfallsdatum haben, Warndreieck und Warnweste sind seit 2014 Pflicht. Vergessen Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I nicht – ohne sie geht nichts.
Wartungsarbeiten vor der HU
Wartungsarbeiten wie Ölwechsel, Bremsflüssigkeitswechsel oder Inspektionen lohnen sich vor der HU – nicht nur für die Prüfung, sondern auch für die Langlebigkeit Ihres Fahrzeugs. Bei Elektrofahrzeugen fallen Abgasuntersuchungen weg, aber die reguläre HU ist genauso wichtig. Wenn Sie diese Punkte zwei Wochen vorher abhaken, kostet Sie die HU keine Nachuntersuchung.
Schlussfolgerung zur Hauptuntersuchung
Die regelmäßige Hauptuntersuchung schützt Sie und Ihr Fahrzeug vor unerwarteten Pannen und Sicherheitsrisiken im Alltag. Mit einer gründlichen Vorbereitung zwei Wochen vor dem Termin vermeiden Sie Überraschungen und sparen sich teure Nachuntersuchungen. Kontrollieren Sie Beleuchtung, Reifen, Bremsanlage und Flüssigkeitsstände selbst – diese einfachen Schritte machen den Unterschied zwischen Bestehen und Durchfallen aus.
Denken Sie daran, dass die Frist für die Hauptuntersuchung nicht verhandelbar ist. Überschreiten Sie diese um mehr als zwei Monate, drohen Verwarnungsgelder und zusätzliche Kosten (etwa 20 Prozent Aufschlag) bei der nächsten Prüfung. Setzen Sie sich einen Termin in Ihrem Kalender, sobald Sie die aktuelle Plakette erhalten – so vergessen Sie den nächsten Prüftermin garantiert nicht.
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(Die Homologation und die Kraftstoffverbrauchsermittlung der deutschen Länderausführung erfolgen unmittelbar vor der Markteinführung) Hyundai hat auf dem renommierten Goodwood Festival of Speed einen echten Meilenstein präsentiert: den neuen IONIQ 6 N. Noch nicht zum Verkauf erhältlich. Der IONIQ 6 N vereint die Erfahrung und Innovation aus dem Elektro-Motorsport, angefangen beim Pure ETCR, mit der Vision, sowohl für die Rennstrecke als auch für die Straße ein völlig neues Fahrerlebnis zu bieten. Mit diesem beeindruckenden Debüt setzt Hyundai N erneut Maßstäbe und zeigt, wie aufregend die Zukunft der Elektromobilität im Hochleistungsbereich sein kann.
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